Landarbeiterkammer Steiermark legt Leistungsbilanz für 2017 vor

Stellvertretender Agrarminister warnte vor geplanter Entlastung

Astana, 17. Jänner 2018 (aiz.info). - In Kasachstan sollen 2 Mio. t Weizen aus der Ernte 2017 von der staatlichen Agrarhandelsgesellschaft Prodkorporazija aufgekauft werden. Die vom Landwirtschaftsministerium initiierten Ankäufe von Brotweizen mittlerer Qualität für umgerechnet 105 Euro/t wurden offiziell zwei Tage vor dem Jahreswechsel gestartet. Zuvor hat der erste stellvertretende Minister, Kajrat Ajtuganow, die Politik von Prodkorporazija in Sachen Marktentlastung scharf kritisiert. Das Unternehmen habe schon einmal die Ankäufe zu dem Preis angekündigt, diesen dann aber auf 94 Euro gesenkt, noch bevor die ersten Verträge zustande gekommen seien. Das inkonsequente Vorgehen sei einer der Gründe für die Turbulenzen am Getreidemarkt gewesen, erklärte der Beamte gegenüber der Nachrichtenagentur KazInform.

Zum Verfall der Preise hätten außerdem illegale Importe von billigem Getreide aus russischen Grenzregionen beigetragen. Ferner hätten private Aufkäufer ihre Tätigkeiten eingeschränkt, nachdem die Lieferungen durch einen Mangel an Spezialwaggons nicht zuverlässig ausgeführt werden konnten. Die Agrarproduzenten hätten deshalb Schwierigkeiten, den Weizen zu fairen Preisen abzusetzen und schließlich auch mit der Rückzahlung von aufgenommenen Krediten.

Nach Schätzungen kasachischer Marktexperten sind im Land 2017 rund 22,1 Mio. t Getreide geerntet worden (2016: 20,6 Mio. t) - darunter 17,4 Mio. t Weizen (2016: 15 Mio. t).