EU-Schweinemarkt: Steigende Erzeugerpreise nur in Südeuropa

Notierung in Österreich erneut unverändert.

Wien, 23. Juni 2017 (aiz.info). - Während in den letzten Wochen am europäischen Schweinemarkt einheitliche Marktverhältnisse vorherrschten, sind aktuell unterschiedliche Entwicklungen erkennbar. In den südlicheren Regionen, wo bereits seit Wochen die Hitze das Schweinewachstum negativ beeinflusst, bereitet sich zudem die Tourismusbranche für den allsommerlichen Urlauberansturm vor. Also in Summe erzeugerpreisfreundliche Verhältnisse. Genau umgekehrt verhält es sich im Norden Europas, wo niedrigere Temperaturen die biologischen Leistungen weniger beeinflussen und in den nächsten zwei bis drei Monaten Millionen Verbraucher fehlen werden, da sie dann in südlicheren Gefilden ihren Appetit auf Schweinefleisch stillen. Vor diesem Hintergrund tendieren nur in südlichen Ländern die Schweinepreise aufwärts, während im übrigen Binnenmarkt unverändert notiert wird.

In Österreich sind schlachtreife Schweine weiterhin gefragt. Das Verhältnis zur Nachfrage am Fleischmarkt ist aber wieder ausgewogener als in den letzten Wochen. Das Grillgeschäft läuft zwar auf Hochtouren, wenngleich auch angemerkt wird, dass ab einer gewissen Hitze Grillaktivitäten eher leiden. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar, da landesweit wegen Waldbrandgefahr in Medien von Grillverboten auf öffentlichen Plätzen in vielen Städten berichtet wird. Da aber Schlachtzahlen und Schlachtgewichte abnehmende Tendenz aufweisen, liegen Angebot und Nachfrage gleich auf. Daher ergibt sich an der heimischen Schweinebörse ein unveränderter Vorwochenpreis von 1,76 Euro/kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,66 Euro/kg).